Politiker, nicht Funktionäre

von Anian Liebrand  

Leserbrief zur Diskussion über das Projekt «Starke Stadtregion Luzern» in der Neuen Luzerner Zeitung vom Freitag, 13. Mai 2011, von Franz Koch

Der Widerspruch zwischen erhoffter Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und der Tatsache, dass die Stadt Luzern die höheren Verwaltungskosten pro Kopf hat, wird verschwiegen. Ein Vergleich (Stand 2009) zwischen Kriens und Stadt Luzern zeigt: Die Kosten liegen in der Stadt pro Kopf um 10 Prozent höher. Die Fusion ist eine Illusion.

Zentralisierung ist politisch sehr nachteilig. Individualität und Bürgernähe gehen verloren. Gross-Luzern kann auf Dauer auch nicht mehr Leistungen mit weniger Geld finanzieren. Bestehende Kooperationen, die sich bewährt haben, sollte man erhalten und wenn nötig anpassen. Die Gemeinden lösen so Aufgaben im Bereich Soziales, Schule, Gesellschaft am besten, wenn sie in ihrer Grösse noch überblickbar sind, die Bürgernähe aufrechterhalten bleibt und gewählte Politiker und nicht Funktionäre für das Wohl der Einwohner zuständig sind.

Franz Koch, Kriens

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