Viele Junge sind fusionskritisch

von Anian Liebrand  

Wieder einmal darf der Autor eine positive Meldung bekannt geben. Die zentralistisch gesteuerten Gemeindefusionen kommen weit schlechter an, als man gemeinhin in den Medien dargestellt bekommt. Insbesondere bei der jungen Generation besteht grösstes Misstrauen über den Sinn von Fusionen. Dies beweist nicht zuletzt auch das Engagement des Schreibenden. Im alltäglichen Gespräch oder bei Kurzdiskussionen im Ausgang durfte ich die fusionskritische Haltung meiner Altersgenossen schon des Öfteren spüren. Das bestärkt mich in meinem Kampf gegen GrossLuzern, auch wenn mir immer wieder gesagt wird, dass die Grossfusionen doch sowieso kommen. Ich bin heute soweit zu sagen, dass wir das Projekt GrossLuzern durchaus bachab schicken können. Denn der "Volkspuls" tickt anders. Vor allem via neue elektronische Medien wie Facebook hegen die Jungen ihre Bedenken. Sie machen zunehmends keinen Hehl daraus, diese zu öffentlich äussern.

Die vom Jugendkomitee "JA zu eigenständigen Gemeinden" gegründete Facebook-Gruppe "Emmen bleibt! Keine Fusion mit Luzern" erreichte innert 2 Wochen weit über 200 Mitglieder. Das sind bedeutend mehr als beispielsweise die jungen Fusionsbefürworter von "say yes" während einer viel längeren Zeitspanne aufgebaut haben. Wo einem Grossteil der "Mitte-Generation" die Verbundenheit zu ihren Gemeinden weitgehend abhanden gekommen ist, beginnen die Jungen die Vorteile von bürgernahen Gemeinwesen wieder zu schätzen. Beispielsweise regt sich auch in Niederlenz AG, wo das Volk am 8. Februar über eine Fusion mit Lenzburg abstimmt, aktiver Widerstand von junger Seite. Via einer Facebook-Gruppe und einem Jugendkomitee legen sie ihre ausführlichen Argumente dar. Siehe den dazugehörenden Artikel. Junge, organisierte Fusionsgegner sind auch in den Kantonen Schaffhausen und Bern aktiv.

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