Grüne Wiese unter schattigen Bäumen

Aufgeschlossenes Horw?

Wie man heute in der NLZ lesen kann, wird in Horw ein Fusionsturbo-"Komitee für ein aufgeschlossenes Horw" gegründet. Was genau aufgeschlossen sein soll, wenn man seine eigene Gemeinde an die Stadt Luzern verschachern will, wird nicht geklärt. Ausgerechnet Alt-Gemeindepräsident Alex Haggenmüller von der CVP behauptet: "Wer aussen am Spielfeld steht, kann zwar hineinrufen, nützen tut es aber nichts." Ein Vergleich der in zweierlei Hinsicht nicht sehr glücklich gewählt ist:

Erstens: Es macht wohl schon einen Unterschied, ob auf einem Spielfeld 13'000 Einwohner oder 180'000 Einwohner spielen. Wo man öfter zum Ball kommt kann man sich selber ausrechnen.

Zweitens: Horw wird vor allem nach einer Grossfusion aussen stehen, aussen am Stadtrand. Von dort können sie dann ins linke Stadtzentrum hineinrufen, nützen tut es aber wirklich nichts.

Weshalb eine prosperierende Gemeinde Horw mit niedrigem Steuerfuss nun unbedingt für mehr Steuern und mehr Fremdbestimmung kämpfen soll, wird nicht erklärt. Offenbar sind die von der CVP des Kantons Luzern zur Komiteegründung gedrängten Fusionsturbos in Horw noch nicht zu eigenständiger Kommunikation fähig und wiederholen deshalb nur die Worthülsen, die wohl bei schlechter gestellten Gemeinden noch ziehen mögen. Bei "reichen" Gemeinden wie Horw müssen sie da aber schon ein paar bessere Argumente finden.

Schön ist aber, dass so viele CVPler vernünftigerweise in der Interessengemeinschaft für eine eigenständige Gemeinde Horw (IGeH) organisiert sind, vor allem aus der Basis. Da ist klar, dass die CVP des Kantons Luzern noch einigen Druck aufbauen wird, um die Abtrünnigen mittels Gehirnwäsche und Druckversuche in Fusionsturbos zu verwandeln. Bleibt zu hoffen, dass die bodenständige Vernunft über die abgehobenen Fusionsträumereien in Horw siegen wird.