Immer wieder wird behauptet, durch den Zusammenschluss von Littau und Luzern gäbe es einen Demokratiegewinn. Zwar können wir Littauer jetzt über Umzonungen im Tribschen oder neue Strassenführungen im Würzenbach abstimmen. Doch beeinflussen können wir das Abstimmungsergebnis nicht. Im Gegenteil. Wie Stadtpräsident Urs W. Studer in einem Interview auf Radio DRS gesagt hat, bedeutet die Fusion nur einen Demokratiegewinn für die Stadt Luzern. Denn jetzt kann die rot-grüne Stadt bestimmen, was auf Littauer Gemeindegebiet zu geschehen hat. Egal ob es um den Ausbau unserer Littauer Infrastruktur, die Überbauung des Littauer Bergs, unser schönes neues Gemeindehaus oder das Alterszentrum Staffelnhof geht. Luzern sagt, wo’s lang geht, Littau muss parieren. Die stark mit der Bevölkerung verwurzelten Strukturen in unserer Gemeinde, wo jeder jeden kennt und man auch einmal einen Gemeinderat mit seinen Kindern in der Migros trifft, gehen durch die Fusion verloren. Wir werden künftig von Luzernern regiert die man bestenfalls aus der Zeitung kennt. Von Leuten, die die Probleme unserer Gemeinde bestenfalls vom Hörensagen kennen. Oder welcher Littauer kennt schon einen Luzerner Grossstadtrat persönlich?
