Eigentlich fusioniert man ja, um Geld zu sparen. Anders bei der Fusion Littau-Luzern. Denn diese Fusion kostet eine Menge. Wie die vom Blick aufgedeckten internen Zahlen belegen, kostet sie 15 Millionen Franken! Jedes Jahr!!! Diese müssen natürlich irgendwo eingespart werden. Die Fusions-Turbos sehen dabei Synergien in der Höhe von 12 Millionen Franken. Woher sie die Zahlen haben verraten sie aber nicht. Denn die mit vielen Steuergeldern erstellte Machbarkeitsstudie zur Fusion sieht das Ganze viel weniger optimistisch. Während die Fusionisten beim Personalaufwand Einsparungen (= Entlassungen) von 6.5 Millionen Franken sehen, weist die Studie „nur“ 3.6 Millionen aus, also gerade mal halb so viel. Die Einsparungen beim Sachaufwand haben die Fusions-Turbos mal kurz vervierfacht, nämlich von 0.6 Millionen auf 2.5 Millionen. Selbstverständlich wurde nirgendwo begründet, weshalb man diese angeblichen Synergien so nach oben korrigiert hat. Das kann man auch nicht. Würde man nämlich die korrekten Zahlen verwenden, dann müsste man zugeben, dass die Fusion in einem finanziellen Desaster enden würde.
Viele Fusionisten träumen schon heute von einem neuen Stadthaus, vom Ausbau des öffentlichen Verkehrs oder verbesserten Angeboten im Jugendbereich. Dabei ignorieren sie bewusst die im gesamten Vertragswerk vorhandenen und von den Fachgruppen vorgelegten Tatsachen: Die Fusion kostet eine Unsumme, der Gürtel muss enger geschnallt werden, für Mehrausgaben fehlt schlicht das Geld!
