Grüne Wiese unter schattigen Bäumen

Cui bono? – wem Grossfusionen nützen

Mit den Grossfusionen wird eine allgemeine Gleichschaltung der Verwaltungseinheiten zu anonymem Grossgebilde angestrebt. Vorbild ist hierfür das EU-Prinzip von «Europa der Regionen». Hiermit ist eine von einer Zentralmacht gesteuerte Regionalpolitik gemeint, die dem schweizerischen Föderalismus zuwiderläuft. Die Untergrabung des Föderalismus und der damit verbundenen dezentralen Machtgewichtungen ist den schweizerischen Eliten schon seit Längerem ein Anliegen. Dieser hindert sie nämlich in ihrer Machtausschöpfung entscheidend.

Grossfusionen sind in erster Linie ein Wachstumsprojekt. Immer weniger Menschen regieren über immer mehr, also ist mehr Macht auf weniger Schultern gebündelt. Dies führt zu einem massiven Demokratieverlust. Einverleibte Gebilde werden zu Quartieren degradiert und verlieren die Selbstbestimmung über Anliegen in ihrer direkten Umgebung. Grossgebilde führen zu mehr Anonymität und Unübersichtlichkeit. Die Gegenwart lehrt uns eins: Diese Attribute helfen nur rot/grün. Gibt es eine grössere Stadt in der Schweiz, in der es nicht eine links/grüne Mehrheit gibt? Meines Wissens nicht. Sorgen wir dafür, dass wir unser langjähriges Erfolgsrezept Föderalismus nicht aufgrund irgendwelchen Grössenwahns opfern. Unserer Freiheit zuliebe.

Das kantonale Jugendkomitee "JA zu eigenständigen Luzerner Gemeinden" hat ein ausführliches und professionell erarbeitetes Argumentarium gegen Grossfusionen aufgestellt. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!